Die globale Coronavirus-Pandemie verursachte massive Störungen in zahlreichen Branchen, und der Tourismus gehörte zu den am stärksten betroffenen Bereichen. Grenzschließungen, gestrichene Verkehrsverbindungen und allgemeine Unsicherheit führten dazu, dass Reisende auf der ganzen Welt ihre Pläne änderten oder stornierten, einschließlich Unterkunftsbuchungen.
Im Folgenden geben wir einen Überblick über Handlungsempfehlungen für private Vermieter unter Umständen, wie sie die Pandemiezeit geprägt haben, mit dem Ziel, die negativen Auswirkungen auf das Geschäft abzumildern.
Wie sich Marktveränderungen auf private Vermieter ausgewirkt haben
Nach den damaligen Kennzahlen großer Buchungsportale trafen Stornierungen von Reservierungen Stadtapartments stärker als Ferienhäuser. Viele Gäste verschoben die Entscheidung zur Stornierung und warteten ab, wie sich die Situation entwickeln würde, bevor sie ihre Pläne änderten.
In den ersten Phasen der Pandemie war eines der Hauptprobleme die Verlangsamung und stellenweise sogar das vollständige Ausbleiben neuer Buchungen, da Gäste bei der Reiseplanung vorsichtiger wurden. Gerade deshalb war es wichtig, Kommunikation, Buchungsbedingungen und Vertriebskanäle rechtzeitig anzupassen.
Reiseziele in der Nähe betroffener Gebiete, insbesondere städtische Regionen, spürten zuerst eine stärkere Welle an Stornierungen und einen schwächeren Zufluss neuer Buchungen. Gleichzeitig bestand die Erwartung, dass nach einer Beruhigung der Lage das Interesse der Gäste schnell wieder anziehen könnte.
Empfehlungen für Vermieter während der Pandemiezeit
1. Zeigen Sie, dass Ihnen jeder Gast gleichermaßen wichtig ist
Handeln Sie besonnen und zeigen Sie, dass Sie ein verantwortungsvoller Gastgeber sind, dem jeder Gast wichtig ist und der sich an neue Situationen anpassen kann. Ein solcher Ansatz kann zu einer besseren Kundenerfahrung und zu mehr Vertrauen beitragen.
Wenn ein Gast aufgrund der epidemiologischen Lage über eine Stornierung nachdenkt, können Sie ihm vor der endgültigen Entscheidung einen anderen Aufenthaltstermin anbieten, zum Beispiel später in der Saison oder im gleichen Zeitraum des folgenden Jahres. Es lohnt sich auch, flexiblere Stornierungsbedingungen in Betracht zu ziehen, da ein solcher Ansatz helfen kann, Buchungen zu erhalten.
2. Seien Sie eine verantwortungsbewusste Person
Wenn bei Ihnen Gäste aus betroffenen Gebieten übernachten, ist es wichtig, sie ordnungsgemäß im eVisitor-System zu registrieren. Solche Daten können für die zuständigen Behörden für weitere Maßnahmen wichtig sein, falls dies erforderlich sein sollte.
Der Schutz der Gesundheit und verantwortungsvolles Verhalten sollten an erster Stelle stehen. Damit zeigen Sie, dass Ihnen die Sicherheit Ihrer Gäste, der lokalen Gemeinschaft und Ihres eigenen Geschäfts wichtig ist.
3. Befolgen Sie alle Anweisungen der zuständigen Institutionen
Obwohl die meisten Vermieter ohnehin auf Sauberkeit in ihren Unterkünften achten, war es während der Pandemie besonders wichtig, verstärkte Hygiene und Desinfektion nach jedem Aufenthalt in den Vordergrund zu stellen. Es ist sinnvoll, solche Informationen auch auf der eigenen Website oder auf Social-Media-Profilen der Unterkunft klar zu kommunizieren.
Wenn Sie mit Ihren Gästen auch per E-Mail oder Newsletter kommunizieren, können Sie sie auch über diese Kanäle über die Lage am Reiseziel und die von Ihnen getroffenen Maßnahmen informieren.
4. Verteilen Sie Ihren Verkauf auf mehrere Buchungskanäle
Booking.com, Airbnb, Vrbo, Expedia, Tripadvisor und ähnliche Kanäle können dabei helfen, dass Ihre Unterkunft für möglichst viele potenzielle Gäste sichtbar ist. Eine solche Verteilung der Verkäufe kann die Widerstandsfähigkeit Ihres Geschäfts in Zeiten von Marktstörungen erhöhen.
Eine stärkere Präsenz auf mehreren Kanälen kann dabei helfen, die Auslastung leichter zu halten, insbesondere wenn der Markt instabil ist und sich das Verhalten der Gäste schnell verändert.
5. Ermöglichen Sie Direktbuchungen über Ihren eigenen Vertriebskanal
Wenn Sie noch keine eigene Website haben, ist es vielleicht an der Zeit, ernsthaft darüber nachzudenken. Die Möglichkeit direkter Buchungen gibt Ihnen mehr Kontrolle über Ihr Online-Geschäft und kann das Vertrauen potenzieller Gäste erhöhen.
Außerdem ermöglicht Ihnen ein eigener Vertriebskanal auch Einsparungen bei Provisionen, die Sie sonst an Vermittlungsplattformen zahlen würden.
6. Passen Sie Ihre Preise an
Eine Preisanpassung in Zeiten geringerer Nachfrage kann helfen, zusätzliche Buchungen zu gewinnen. Dieser Ansatz kann besonders bei Ferienhäusern mit Pool und bei höherwertigen Unterkünften sinnvoll sein, bei denen Preisflexibilität manchmal einen stärkeren Einfluss auf das Interesse der Gäste hat.
Die Wirkung von Preissenkungen hängt jedoch von der Art der Unterkunft, der Lage und der Zielgruppe ab, daher sollte die Entscheidung wohlüberlegt getroffen werden.
7. Bleiben Sie informiert
Es ist wichtig, die Entwicklung der Lage und die Entscheidungen der zuständigen Institutionen rechtzeitig zu verfolgen, damit Sie verantwortungsbewusste und fundierte Entscheidungen treffen können.
Offizielle Informationen können Sie auf den Seiten des Gesundheitsministeriums, der Direktion für Katastrophenschutz und des Kroatischen Instituts für öffentliche Gesundheit verfolgen.
Abschließend
Die Pandemiezeit war eine große Bewährungsprobe für den Tourismus und private Unterkünfte, hat aber zugleich gezeigt, wie wichtig Anpassungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und gute Kommunikation in Krisensituationen sind.
Die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen sowie die Bereitschaft der Vermieter, ruhig und überlegt zu reagieren, waren entscheidend, um die Herausforderungen dieser Zeit leichter zu bewältigen. Gerade deshalb bleiben solche Situationen eine wichtige Erinnerung daran, wie essenziell Flexibilität und Vorbereitung im Tourismus sind.